Materialkunde oder: Was mache ich da eigentlich?

Um zu verstehen, was beim Filzen passiert, müssen wir erst einmal wissen, wie so ein Haar (aus denen die Wolle nun mal besteht) eigentlich aufgebaut ist. Es besteht aus mehreren Schuppen, die übereinander angeordnet sind, so in etwa wie ein Gürteltier.

Unter Wärme und Feuchtigkeit öffnen sich diese Schuppen. Dieser Effekt wird durch Seife unterstützt.

Wenn wir nun die Wolle reiben, verhaken sich die Schuppen der einzelnen Haare miteinander. Beim späteren Walken wird die Flüssigkeit verdrängt, die Haare noch dichter zusammengeschoben und die Schuppen dazu gebracht, sich wieder zu schließen. Dadurch sind die Haare an Tausenden von Stellen miteinander verhakt und ergeben eine einheitliche Fläche, die sich nur schwer zerreißen oder überhaupt wieder voneinander trennen lässt.